ARM übernimmt Triscend: In Zukunft fabless? - Embedded.com

ARM übernimmt Triscend: In Zukunft fabless?

CAMBRIDGE &#151 Für etwa 13 Millionen US-Dollar hat der Prozessordesign-Lizenzgeber ARM Holdings plc die kalifornische Triscend Corp übernommen. Triscend ist auf die Entwicklung konfigurierbarer SoCs (system-on-chip) und Mikrocontroller spezialisiert. Der Triscend-Deal könnte für ARM der erste Schritt in Richtung eines Fabless-Unternehmens sein.

Zum Übernahmepreis können für ARM noch weitere 1,8 Millionen Dollar an Zahlungen hinzukommen, sofern festgelegte Umsatzziele im Jahr nach der Übernahme erreicht werden. Die privat geführte Triscend wurde 1997 gegründet und beschäftigt 41 Mitarbeiter. Triscends Einchip-Plattform ist die Basis für individuelle SoC-Lösungen, die die Flexibilität eines FPD (field-programmable device) aufweisen, dabei aber nicht mehr kosten als ein Standardprodukt.

Triscend beschäftigte sich eine Zeit lang mit Hitachis Super-H-Prozessorcore. In der neueren Zeit entwickelte das Unternehmen jedoch bevorzugt SoC-Plattformen auf der Basis der ARM-Cores. Im Oktober 2002 heuerte der damalige Präsident des amerikanischen ARM-Ablegers, Reynette Au, als Präsident und CEO bei Triscend an. Laut Angaben von ARM erhält das Unternehmen mit der Übernahme Mikrocontroller-Plattformdesigns und entsprechende Support-Tools.

Im Bereich des bestehenden ARM-Partnerprogramms ist ein Migrationsplan vorgesehen, um etablierte MCU-Designs in die entsprechenden Serienapplikationen der ARM-Partner mit Standardprodukten und ASICs zu übertragen.

Warren East, ARMs CEO bemerkt dazu: “Da in der Industrie die 8- und 16-Bit-MCU-Designs offensichtlich laufend verbessert werden, glauben wir, dass sich der Markt für 32-Bit-MCUs in den kommenden Jahren außerordentlich gut entwickeln wird. Da wir mit der Übernahme von Triscend bereits jetzt in diesem Bereich investieren, dürften wir für die Zukunft gut gerüstet sein.”

Wegen des Kostenanstiegs bei ASIC-Designs im 90-nm-Bereich bieten sich konfigurierbare MCU-Plattformen den Kunden immer mehr als Alternative an, so East.

Peter Clarke trug zum Bericht bei.

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