Europa startet neue Phase der Embedded-Software-Forschung - Embedded.com

Europa startet neue Phase der Embedded-Software-Forschung

LONDON &#151 Das europäische Forschungsförderungsnetzwerk Eureka hat mit dem Programm ITEA-2 eine strategische Initiative für software-intensive Systeme (SIS) und Dienstleistungen verabschiedet. ITEA 2 soll vor allem den dramatischen Wechsel hin zu software-intensiven Embedded-Systemen (SIS) meistern.

Das Programm ist der Nachfolger der ITEA-Initiative. Neu ist der globale Kontext. So soll ITEA-2 Europas künftige Führung bei software-intensiven Embedded-Systemen und Dienstleistungen sichern und dafür auf europäischen Stärken und hiesiger Wirtschaftskraft aufbauen.

ITEA ist ein europaweites F&E-Programm für SIS-Projekte und wurde 1999 ins Leben gerufen. Ursprünglich war ITEA auf acht Jahre angelegt, wurde jetzt aber bis Ende 2008 verlängert. Das Programm ist die erste Großinitiative der europäischen Wirtschaft und staatlicher Stellen, die die Bedeutung von Embedded- und Distributed-Systemen erkennt.

Zum Ende des laufenden Programms werden an die 9500 Mannjahre in rund 85 F&E-Projekte geflossen sein. Über 450 Partner – kleine wie große Unternehmen, Forschungszentren und Universitäten – aus 23 Ländern haben sich beteiligt. Nach ITEA-Angaben sind bereits 42 Projekte abgeschlossen. Daraus seien auch neue Produkte und Firmen hervorgegangen.

Ziel ist die Stimulierung und Koordinierung von marktorientierter, vorwettbewerblicher Forschung und Entwicklung. Unternehmen, Universitäten und Forschungsinstitute ziehen dabei als Partner in strategischen Projekten an einem Strang. Gleichzeitig ist so die Verbindung von Kapital, Technologie und Software-Expertise gegeben.

Der ITEA-2-Cluster soll während seiner achtjährigen Dauer 20 000 Mannjahre Forschungsarbeit leisten. Dafür wird das Budget auf über 3 Milliarden Euro aufgestockt. Die ersten Projektausschreibungen sind für 2006 angesetzt, um einen sanften Übergang vom ITEA-Vorgängerprogramm zu gewährleisten.

Mit ITEA will Europa schnell auf das exponentielle Wachstum im Elektronikbereich reagieren. Hunderttausende neue, hochqualifizierte Jobs in europäischen Schlüsselbranchen wie der Automobil- und Luftfahrtindustrie sollen daraus hervorgehen. Auch das Gesundheitswesen und die Medizintechnik gelten zunehmend als Bereiche, in denen Software die Diagnose und Behandlung beschleunigen kann.

Gründungspartner von ITEA-2 sind Airbus, Alcatel, Barco, Bosch, Bull, DaimlerChrysler, die European Federation of High Tech SMEs, Italtel, Nokia, Philips, Siemens, Telvent, Thales und Thomson. Hinter diesen Gründungsmitgliedern steht ein Jahresumsatz von 380 Milliarden Euro. Zusammengenommen beschäftigen sie 1,5 Millionen Mitarbeiter, von denen über 200 000 hauptsächlich in der europäischen Forschung und Entwicklung arbeiten.

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