Europäischer Halbleiterabsatz uneinheitlich - Embedded.com

Europäischer Halbleiterabsatz uneinheitlich

LONDON &#151 Im zweiten Quartal 2003 verlief der Absatz in der Halbleiterdistribution in Europa nur schleppend: rund 1,1 Prozent weniger gegenüber dem Vorjahresquartal und 10 Prozent weniger gegenüber dem letzten Quartal. Nach Angaben der Distributors' and Manufacturers' Association of Semiconductor Specialists (DMASS) errechnete man für den Zeitraum April bis Juni einen konsolidierten Absatz von 1,06 Milliarden Euro.

Die ersten sechs Monate des Jahres 2003 zeigten einen Rückgang von 1,25 Prozent, während der Wechselkurs zwischen Euro und dem US-Dollar die Statistiken 'verschiebt', denn in US-Dollars errechnet sich für den genannten Zeitraum ein Plus von immerhin fast 22 Prozent.

Die DMASS repräsentiert in etwa 70 bis 80 Prozent des europäischen Halbleiter-DTAMs (total available market for distribution) und veröffentlicht alle Vierteljahr Reports über den europäischen Halbleiter-Distributionsmarkt. Der Bericht ist in Regionen und wichtige Produktgruppen aufgeteilt.

Auch im zweiten Quartal zeigte Osteuropa die besten Zuwachsraten mit 29 Prozent; im ersten Quartal waren es 21 Prozent. Deutschland stabilisiert sich mit einem Zuwachs von 11,7 Prozent (Q1: 8 Prozent), während UK und Frankreich negative Zahlen aufweisen: UK mit minus 14,7 Prozent (Q1: 18,4) und Frankreich mit minus 18,7 Prozent (Q1: 20,7). Italien verschob sich von einer einstelligen Zuwachsrate (6,7 Prozent) auf minus 3,5 Prozent. Nordeuropa verschlechterte sich um 18,7 Prozent (Q1:-9,4).

Die Beneluxstaaten beendeten das Quartal mit einem Plus von 21 Prozent (Q1:12), und die iberische Halbinsel änderte die negativen Zahlen des ersten Quartals in ein Plus von fast 10 Prozent.

EEPROMs erhöhten ihren Absatz um 20,7 Prozent und die Mikroperipherie um 17,8 Prozent, wobei die LEDs um 10,5 Prozent zulegten. Der Glasfaserbereich machte 10 Prozent gut und die DSPs lagen nur knapp darunter. Diskrete Bauelemente und Leistungsbauelemente enttäuschten mit Ausnahme der Leistungs-MOS-Komponenten, die einen Zuwachs von 7 Prozent verzeichneten.

Die programmierbare Logik verbesserte sich um 5 Prozentpunkte, während sowohl die Analog-ICs (-11,5 Prozent) als auch die Mikrocontroller (-3,2 Prozent) Federn lassen mussten.

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