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Plastik-LED gewinnt europäischen Wettbewerb

LONDON &#151 Ein LED-Projekt auf der Basis von Plastik hat den ersten Forschungspreis 2003 der European Union Descartes gegenüber 230 Konkurrenten gewonnen.

Ein von Professor Richard Friend von der Universität Cambridge geleitetes Konsortium erhielt den mit 700 000 Euro dotierten Preis für eine Forschungsarbeit, die in Zusammenarbeit mit Forschern aus Belgien, Deutschland, den Niederlande, Schweden und England durchgeführt wurde. Ziel der Zusammenarbeit war eine Technologie, mit der beschichtete Glas- oder Silizium-basierende Displays durch flexible Kunststoffsubstrate ersetzt werden können.

Polymer-LEDs (PLEDs) werden für Lichtanlagen und Bildanzeigeeinheiten entwickelt und lassen sich zudem unter anderem als biegsame TV- und Computer-Bildschirme sowie spezielle 'einschaltbare' Wandtapeten einsetzen.

Das PLED-Projekt wurde von Professor Friend mithilfe von Forschern der englischen Cambridge Display Technology, der Materia Nova in Belgien, der Linkping University in Schweden, Philips Electronics in Eindhoven und der deutschen Covion Organic Semiconductors in Frankfurt/M. koordiniert.

Der Wettbewerb wurde von 230 Forschungsteams und 900 Wissenschaftlern beschickt. Von diesen kamen acht Finalisten in die Endrunde. Alle Forschungsarbeiten widerspiegeln die wichtige Rolle der europäischen Forschung in wichtigen Wissenschafts- und Technologiebereichen, die sich von der Informations- und Computerwissenschaft und Geophysik über die Grundlagenforschung bis zur angewandten Ingenieurstechnik, der molekularen Chemie und der Materialtechnologie erstrecken.

Eine zweite Auszeichnung in Höhe von 300 000 Euro ging an ein Projekt, das die Effizienz von Positions- und Navigationssystemen verbessert.

Dieses Projekt hatte das Ziel, ein spezielles Problem der globalen Positionierungssysteme (GPS) zu eliminieren, und zwar die Variationen der Rotationsachse der Erde. Das Forschungsteam erarbeitete ein neues Berechnungsmodell, das die Genauigkeit der Positionierungs- und Navigationssysteme von derzeit 2 m auf nur noch 2 bis 3 cm verbessert.

Die Projektleitung lag bei Professor Veronique Dehant vom königlichen Observatorium Belgiens. Mit an dem Projekt arbeiteten Wissenschaftler aus Frankreich, Polen, Spanien, Deutschland, Österreich, Tschechien, der Ukraine und Russland. Das Projekt ist für europäische und internationale Satellitensysteme vorgesehen. Dazu gehört auch das Projekt Galileo.

Der Descartes-Preis für außergewöhnliche wissenschaftliche und technologische Errungenschaften im Rahmen europäischer Gemeinschaftsforschungen wurde zu Ehren des Mathematikers, Naturwissenschaftlers und Philosophen René Descartes so benannt.

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