T-Mobile und Wyless knüpfen riesiges M2M-Netz - Embedded.com

T-Mobile und Wyless knüpfen riesiges M2M-Netz

LONDON &#151 Der Mobilfunkbetreiber T-Mobile will gemeinsam mit einem britischen Anbieter einen Dienst für die Kommunikation von Maschinen untereinander aufziehen. Dieser Service soll weltweit über GPRS zur Verfügung stehen.

Kooperationspartner von T-Mobile ist das britische Unternehmen Wyless, das sich auf die Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M) spezialisiert hat und bereits in 69 Ländern ein zelluläres M2M-Netz anbietet. Durch die Kooperation mit T-Mobile können die an das Netz angeschlossenen Maschinen über GPRS-Netze ohne großen Overhead miteinander kommunizieren, als ob sie in ein lokales Netz eingebunden wären.

“Unsere Vereinbarung mit Wyless stellt ein Schlüsselelement unserer eigenen M2M-Strategie dar”, erklärte T-Mobile-Verkaufsleiter Simon Ainslie. “Das ist ein weiterer Schritt, um unseren Kunden auf einfache Weise mit Zugang zu entfernten Datenquellen anzubieten”.

Die Zusammenarbeit mit T-Mobile versetzt Wyless in die Lage, seinen Kunden gemanagte Kommunikationslösungen für M2M-Applikationen anzubieten. Eine zentrale Rolle spielt dabei die patentierte Peer-to-Peer-Kommunikationstechnik von Wyless. Sie bietet sich für Anwendungen an, bei denen eine feste IP-Adresse, Echtzeit-Gerätemanagement, Sicherheit und ein Log-Protokoll verlangt werden.

Eine feste IP-Adresse gehört zu den Angeboten von T-Mobile, und zwar über die gesamte Reichweite seiner GPRS- und SMS-Dienste weltweit. Über eigene Netze und Roaming-Verträge gibt T-Mobile den Briten Zugang zu mehr als 150 weltweit verteilten GPRS-Netzen in mehr als 70 Ländern. Über SMS lassen sich sogar Teilnehmer in 350 Netzen in mehr als 160 Ländern erreichen.

Zu den Anwendungen der Technik gehören die Anbindung von mobilen Point-of-Sales-Terminals für die Abwicklung von Echtzeit-Transaktionen, die sofortige Umschaltung von Tarifen oder Verbrauchsgrenzen bei Gas-, Wasser- und Stromzählern, Statusreports für eventgetriebene Prozesse sowie Diagnoseberichte und Kunden-Feedback von mobilen Plattformen wie etwa Flottenmanagementsystemen für Leihwagen etc. Auch die Steuerung von Verkehrskennzeichen in Abhängigkeit von der Streckenauslastung gehören zum Anwendungsgebiet, ebenso wie eine breit gestreute Palette von Logistik-Applikationen.

Einer kürzlich veröffentlichten Analyse zufolge besitzt Wyless das Potenzial, bis 2009 etwa 4 Prozent des gesamten M2M-Markts in der Europäischen Union zu beanspruchen. So hat etwa IBM den britischen Dienstleister bereits unter Vertrag genommen, um damit eigene Großkunden in bestimmten vertikalen Segmenten die erforderliche Connectivity zu bieten.

IBM-Manager Andy Stanford-Clark zeigte sich von den Möglichkeiten des Duos angetan. “Wir sind beeindruckt von den Vorteilen, die eine feste IP-Adressem direktes SIM-Management und volle Roaming-Fähigkeit für den Aufbau von Anwendungen im größten Maßstab bieten kann. Mögliche Anwendungsbereiche erstrecken sich von der Lokalisierung und Verfolgung von Gütern in der Logistik über automatisches Auslesen von Messgeräten bis zur Steuerung von Verkaufsautomaten,” so Stanford-Clark.

Erst kürzlich hat Verifone, ein Anbieter von sicheren Lösungen für den Zahlungsverkehr, einen mobilen elektronischen Point-of-Sales (EPOS) eingeführt. Dabei werden Kredikarten-Lesegeräte über das Wyless-Netz in Echtzeit mit einer Zentrale verbunden. Ein Bezahlvorgang lässt sich damit in gerade noch fünf Sekunden erledigen – schneller also als über Festnetzverbindungen.

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